Verblendung FilmplakatDie Stieg Larsson Trilogie wurde zweimal verfilmt: einmal in Schweden und dann noch einmal in Hollywood (bisher nur der erste Teil Verblendung). Die Hollywood-Verfilmung ist ab dem 12. Januar 2012 im Kino zu sehen.

Verblendung: Thriller mit Tiefgang

Der Journalist Mikael Blomkvist nimmt etwas widerstrebend den Auftrag an, etwas über das Verschwinden von Harriet Vanger herauszufinden. Harriet wird seit 40 Jahren vermisst und ihr Onkel, der Industrielle Henrik Vanger, hat nie aufgehört, nach ihr zu suchen. Er hat zwar die Hoffnung aufgegeben, sie lebend zu finden, aber er will wissen, was passiert ist. Als Blomkvist den Spuren nachgeht, bemerkt er, dass er nicht allein ist: Die eigenwillige Lisbeth Salander hat seinen Computer gehackt und interessiert sich für den Fall. Schließlich hilft sie ihm bei seinen Recherchen und gemeinsam finden sie Dinge über die Familie Vanger heraus, die sie nie vermutet hätten.

Der Trailer zu Verblendung

Seht euch den gelungenen Trailer zu “Verblendung” an:

Die Schauspieler

Roone Mara als Lisbeth Salander in Verblendung

Roone Mara als Lisbeth Salander in Verblendung

Die Hauptrollen übernahmen Rooney Mara als Lisbeth Salander und Daniel Craig als Mikael Blomkvist. Während der James-Bond-Darsteller Craig schon eine feste Größe in Hollywood ist, ist für Rooney Mara der plötzliche Ruhm noch neu: “Ich weiß nicht, wie man ein Star ist und sich im Rampenlicht bewegt. Ich habe keine Ahnung, wie ich das machen soll. Das wird wahrscheinlich noch ein gutes Stück Arbeit”, erzählte sie. Denn in einem sind sich seit den Kinostart von “Verblendung” in den USA alle einig: Die Newcomerin Rooney Mara ist der große neue Stern am Filmhimmel.

In weiteren Rollen sind zu sehen: Christopher Plummer als Henrik Vanger, Stellan Skarsgård als Martin Vanger, Robin Wright als Erika Berger und Yorick van Wageningen als Bjurman.

Regie und Drehbuch

Regisseur David Fincher

Regisseur David Fincher

Die Regie führte David Fincher, der bekannt ist von “Fight Club” und “Sieben”. Auch seine Verfilmung von Verblendung ist in seinem typischen düsteren Stil gehalten. Fincher ist bekannt dafür, dass er Schauspielern viel abverlangt und bisweilen ungewöhnliche Methoden verwendet. Bei den Dreharbeiten zu “Verblendung” wäre Daniel Craig fast erstickt, als er Szene mit Plastiktüte über dem Kopf spielte. Er musste dazu als Sicherheitsmaßnahme einen kleinen Metall-Signalgeber in der Hand halten, der Alarm geben sollte, falls Craig das Bewusstsein verliert – was dann auch geschah. Craig nahm es gelassen: “Es war einfach nur ein weiterer ganz normaler Arbeitstag mit David Fincher…”

Während “Verblendung” im Kino Erfolge feiert, plant David Fincher bereits die Fortsetzung: Die beiden weiteren Bände der Trilogie Verdammnis und Vergebung will er ebenfalls verfilmen.

Steven Zaillian schrieb das Drehbuch nach der Vorlage von Stieg Larssons Roman “Verblendung”. Der Drehbuchautor schrieb bereits Drehbücher für so unterschiedliche Film wie “Mission Impossible” und “Schindlers Liste”; für letzteres wurde er mit einen Oscar ausgezeichnet.

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Schwedische vs. Hollywood-Verfilmung?

Schon bei der Ankündigung des Hollywood-Remakes gab es viele kritische Stimmen: Warum noch mal? Soll die Stieg Larsson Trilogie amerikanisiert werden? Ein glatter Mainstream-Blockbuster werden?

Zuerst einmal: Die schwedische Verfilmung war gut. Sie war gut, weil die Vorlage (die Stieg Larsson Bücher) genial sind und weil Noomi Rapace als Lisbeth Salander sehr überzeugend war. Davon abgesehen war die Umsetzung gut, aber sicherlich nicht genial.

Wenn man in Deutschland als auch nur ein bisschen intellektuell rüberkommen will, muss man das schwedische “Original” bevorzugen und Hollywood pauschal als “Mainstream” abwerten. Mein Eindruck ist, dass es dabei weniger um Filme geht, als vielmehr um Selbstdarstellung. Sieht man nämlich genauer hin, produziert Hollywood genauso wie alle anderen sowohl Schrott als auch geniale Filme und Serien. Queer als Folk zum Beispiel war im britischen Original nicht halb so gut wie das Hollywood-Remake, das einfach super gelungen ist. David Finchers Hollywood-Adaption von “Verblendung” rockt in den USA und Großbritannien bereits die Kinos. Und alle Fans der Stieg Larsson Trilogie können sich über zwei Verfilmungen freuen.

Verblendung in Kino & TV

Daniel Craig als Mikael Blomkvist und Christopher Plummer als Henrik Vanger

Daniel Craig als Mikael Blomkvist und Christopher Plummer als Henrik Vanger

Am 12. Januar 2012 kommt die neue Verfilmung von “Verblendung” in die Kinos. Pünktlich zum Kinostart ist zudem die schwedische Verfilmung der Stieg Larsson Trilogie im ZDF zu sehen: Am Montag den 02. Januar läuft “Verblendung” um 22.15, am 09. Januar folgt “Verdammnis” und am 16. Januar “Vergebung”.

Fotos: © Sony Pictures Releasing GmbH