CoverGerri ist dreißig und hat Probleme: kein Mann, mieser Job und eine dominante Mutter. Damit ist sie überfordert und beschließt, sich umzubringen. Vorher schreibt sie einen Haufen Abschiedsbriefe, in denen sie allen schonungslos mitteilt, was sie von ihnen hält – und das ist nicht das beste. Mit den Schlaftabletten und dem Wodka geht es aber schief und jetzt muss Gerri damit leben, dass alle Menschen wissen, was sie von ihnen hält. Wie lebt es sich, nachdem man dem Chef mitgeteilt hat, dass er talentlos ist, und der Tante, dass man weiß, dass der Cousin auf keinen Fall vom Onkel abstammen kann?
Kerstin Gier gelingt es, aus dem an sich ernsten Thema Selbstmordversuch ein unterhaltsames und lustiges Buch zu machen. Gerri gerät in die komischsten Situationen und richtet jede Menge Chaos an.

Doch während die Idee gut ist, ist die Umsetzung etwas oberflächlich. Humorvoll und witzig ist das Buch, auch ein gewisser Spannungsbogen ist auch da, aber die Figuren sind viel zu wenig ausgearbeitet. Gerris Gründe für ihren Selbstmordversuch werden nicht überzeugend vermittelt. Klischees hätte Kerstin Gier sparsamer dosieren oder aber überspitzen können – das gilt auch für das Ende, das hier aber nicht verraten wird.

Fazit: Leichte Lektüre. Ein Buch, dass sich locker und unterhaltsam liest, Tiefgang allerdings darf man nicht erwarten. Aber wie immer gilt: Kerstin Gier ist nicht umsonst eine Erfolgsautorin, ihre Bücher sind beliebt und so findet man auch dieses in den Bestseller-Listen wieder.

Kerstin Gier: “Für jede Lösung ein Problem” bei Amazon ansehen

Weitere Bücher von Kerstin Gier: