Das sind die aktuellen Bestseller-Krimis und Thriller: diese Krimis und Thriller sind zur Zeit bei den Lesern am beliebtesten:

  1. Stieg larsson Vergebung“Vergebung” von Stieg Larsson
    Stieg Larssons Krimi-Trilogie steht verdient auf den ersten drei Plätzen der Bestseller 2010. Die drei Bände sind die allerbesten Krimis, die ich je gelesen habe und ich kann sie nur jedem empfehlen. Eine ausführliche Rezension zu den drei Krimis habe ich bereits geschrieben. Unbedingte Leseempfehlung!
  2. Verdammung von Stieg Larsson“Verdammnis” von Stieg Larsson
    Der zweite Band. Die Stieg-Larsson-Krimis sind übrigens auch ein gutes Geschenk für Leute, die sonst eher keine Krimis lesen.
  3. Verblendung Stieg Larsson“Verblendung” von Stieg Larsson
    Der erste Band der Trilogie. Wie gesagt, ich kann es nur empfehlen. Ich kenne niemanden, der es bereut hätte!
  4. “Schneewittchen muss sterben” von Nele Neuhaus
    Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd. Ein 5-Sterne-Krimi, glänzt mit einer fein gestrickten Geschichte, überzeugenden Charakteren und einem hervorragenden Spannungsbogen!
  5. “Leichenblässe” von Simon Beckett
    David Hunter folgt der Einladung seines Mentors Tom Lieberman an dessen Forschungsinstitut. Als sie die stark verweste Leiche eines Mordopfers untersuchen, stehen sie vor Problemen: Todesursache, Todeszeitpunkt und auch die Identifikation des Opfers sind unklar. Nichts an der Leiche und am Fundort ist so, wie es sein sollte. Die Leiche weist auf eine weitere hin, und die wiederum auf andere Leichen. Den Ermittlern rennt die Zeit davon. Hunter und Lieberman wird klar, dass der Täter mit ihnen spielt und ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt. Sie ahnen jedoch nicht, dass sie selbst in tödlicher Gefahr schweben. Ein gewohnt sehr guter, sehr spannender Beckett.
  6. “Die Blutlinie”: Thriller von Cody McFadyen
    Vor ein paar Monaten tötete ein Serienmörder den Ehemann und die Tochter der FBI-Agentin Smoky Barrett vor ihrem Augen, sie selbst wurde gefoltert und vergewaltigt, bis es ihr gelang, ihn zu überwältigen. Barrett ist noch nicht wieder diestfähig geschrieben, als sie einen neuen Fall bearbeiten muss: Eine Freundin von ihr wurde grausam getötet, und deren kleine Tochter war drei Tage lang an die verwesende Leiche gekettet. Der Mörder hat eine Nachricht für Barrett hinterlassen, in der er neue Morde ankündigt. Und er legt eine Blutspur… Vielleicht manchmal etwas dick aufgetragen mit sehr ausführlichen Schilderungen von blutigen Morden, ansonsten: ein Thriller, wie er nicht besser sein könnte.
  7. “Der Feind im Schatten” von Henning Mankell
    Der letzte Wallander: Kurt Wallander verabschiedet sich ins allmähliche Vergessen: er erkrankt an Alzheimer. Er bearbeitet noch einen letzten Fall, im Laufe dessen in vielen kleinen Rückblenden und Erinnerungen Personen und Fälle längst vergangener Tage auftauchen. Unmerklich nimmt das Private immer mehr Platz in Wallanders Leben ein, denn es geht nicht nur um unerledigte Fälle, sondern mehr um Dinge wie das Verhältnis zu seiner Familie, um alte Freunde oder um das neue Haus auf dem Land. Es ist nicht der beste bzw. spannendste der Wallander-Reihe, aber eben doch ein passender und krönender Abschluss.
  8. “Erbarmen”: Thriller von Jussi Adler-Olsen
    Das Sonderdezernat Q besteht nur aus einer Person: dem traumatisierten und mürrischen Carl Moerk, der dahin abgeschoben wurde. Doch als der Assistenten Hafez el-Assad dazustößt, eigentlich als Laufbursche, reißt dieser ihn aus seiner Lethargie und die beiden rollen den Fall einer Frau wieder auf, die vor Jahren auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden spurlos verschwand. Sie ist nicht ertrunken, sondern wird in einem entsetzlichen Gefängnis gefangen gehalten und gefoltert – und wird von einer blechernen Lautsprecherstimme immer wieder gefragt, warum. Spannend, tolle Unterhaltung.
  9. “Das Böse in uns”: Thriller von Cody McFadyen
    Lisa, die Tochter eines Kongressabgeordneten ist das erste Opfer des Täters, bei ihrer Autopsie findet man ein silbernes Kreuz mit einer Nummer eingraviert. Es wird nicht die einzige Leiche bleiben. Der unbekannte Mörder, “der Prediger”, sucht sich offenbar gezielt seine Opfer: „Er sammelt Sünden“. Drastische Schilderungen, etwas sexlastig, viele Abschweifungen, die teilweise nicht allzu gelungen sind.
  10. “Schändung”: Thriller von Jussi Adler-Olsen
    Eine zwanzig Jahre alte Ermittlungsakte eines Mordfalls, der längst aufgeklärt scheint, führt Carl Mørck, Leiter des Sonderdezernats Q der Kopenhagener Kriminalpolizei, in die Oberschicht der dänischen Gesellschaft. Je weiter er vordringt, desto klarer wird ihm, dass es nicht nur um diesen einen Doppelmord geht – und dass er es mit eiskalten, ihren Kick im Töten suchenden Menschen zu tun hat, die glauben, sich von jeder Verantwortung freikaufen zu können. Und schnell legt ihm jemand Steine in den Weg. Temporeich und klug erzählt, packende Charaktere, nervenzerreißende Spannung und tiefe Emotionen: einer der besten Thrillers des Jahres!
  11. “Kalte Asche” von Simon Beckett
    Der Forensiker David Hunter auf die schottische Insel Runa gerufen, wo er eine verbrannte Frauenleiche untersuchen soll. Kaum ist er angekommen, schneidet ein Sturm die Insel für eine Woche von der Außenwelt ab. Kurz darauf wird eine weitere Leiche gefunden, und Hunter macht sich gemeinsam mit zwei störrischen Ermittlern auf die Jagd nach dem Täter. Ein klassischer “Whodunit” – in einer geschlossenen (Insel-)Gesellschaft, in der die vom ungeliebten Festland kommenden Ermittler nicht willkommen sind und auch unter diesen Misstrauen herrscht – so kann jeder der Mörder sein. Düster, wendungsreich und wahnsinnig spannend: grausig gute Unterhaltung für Krimifans.
  12. “Tiefe Wunden” von Nele Neuhaus
    Ein 92-jähriger Holocaust-Überlebender wird in seinem Haus im Taunus ermordet aufgefunden. Bei der Obduktion macht der Arzt eine seltsame Entdeckung: Goldbergs Arm trägt die Reste einer Blutgruppentätowierung, wie sie bei Angehörigen der SS üblich war. Dann geschehen zwei weitere Morde, die Hinrichtungen gleichen. Welches Geheimnis verband die Opfer miteinander? Die Ermittlungen führen Hauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff weit in die Vergangenheit: nach Ostpreußen im Januar 1945. Die Charaktere wurden differenziert ausgearbeitet und wirken, jeder für sich, sehr authentisch – eine bemerkenswerte Leistung angesichts der erwähnten Fülle an Figuren, die letztlich alle eine Rolle bei den Morden spielen.
  13. “Eine unbeliebte Frau” von Nele Neuhaus
    Taunus: Ein Oberstaatsanwalt begeht Suizid, wenig später wird am Fuß eines Aussichtsturms die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie ist viel zu unversehrt, um gestürzt zu sein: Mord. Bald gibt es zahlreiche Motive und Verdächtige sowie komplexe Verbindungen zwischen Personen und auch den Geschehnissen. Gut durchdachter und sehr vielschichtig angelegter Plot; Neuhaus’ Erstling.
  14. “Der Todeskünstler”: Thriller von Cody McFadyen
    Smoky Barrett riecht den Tod, als sie die Tür öffnet. Der Boden und die Wände sind mit Blut getränkt. Auf dem Bett liegen zwei tote Körper, geschändet, entstellt, ausgeweidet. Neben ihnen kauert ein Mädchen. Der Todeskünstler hat sie besucht. Seit Jahren zerstört er ihr Leben, tötet jeden, der ihr lieb ist. Er will sie in den Wahnsinn treiben und nach seinem Bild neu erschaffen. Barrett macht sich auf, um den Todeskünstler zur Strecke zu bringen. Ein echter Thriller, nervzerfetzend, nichts für empfindliche Gemüter.
  15. “Schneemann” von Jo Nesbø
    Nesbø ist ein Meister der grandiosen Plots und der fein gezeichneten Charaktere. Statt auf Effekthascherei und übermenschliche Ermittler setzt er auf fabelhafte Dialoge, unglaublich menschliche Charaktere und führt am Ende alle Fäden in einem dramatischen Finale zusammen. Diesmal ist Kommissar Harry Hole auf der Jagd nach einem Massenmörder, der die Leichen mitten im Schnee ablegt – und in der Nähe findet sich jeweils ein Schneemann. Siehe auch die Rezension.
  16. “Ausgelöscht”: Thriller von Cody McFadyen
    Eine Frau, jahrelang vermisst und für tot erklärt, wird aus einem Wagen geworfen; sie wurde gefoltert und hat seit Jahren kein Tageslicht gesehen. Weitere überlebende Opfer tauchen auf, alle mit einer extremen Schädigung des vorderen Hirnlappens – einer “hausgemachten Lobotomie“. Smoky Barrett und ihr Team ermitteln: Was für eine Täterpsyche steckt dahinter? Als die Geschehnisse eskalieren, stellt sich heraus, dass alles ganz anders – und noch grausiger – ist, als es aussieht. Ein echter Pageturner, sehr einfallsreich und spektakulär.
  17. “Die Chemie des Todes” von Simon Beckett
    Ein weiterer Fall aus der David-Hunter-Reihe: eine Leiche mit angesteckten Schwanenflügeln, ein überschaubarer Kreis von möglichen Tätern, Dorfbewohner, die sich gegenseitig verdächtigen, ein systematisch vorgehender Killer, der sich ausgewählte Opfer vornimmt. Hervorragende Darstellung der zunehmenden Hysterie im Dorf, die durch einen zur Selbstjustiz aufrufenden Pfarrer noch geschürt wird. Auch die gerichtsmedizinischen Aspekte sind interessant geschildert, ohne zu detailliert zu sein.
  18. “Das verlorene Symbol”: Thriller von Dan Brown
    “Das verlorene Symbol” steht seinen Vorgängern in nichts nach: Dan Brown kreiert einen genialen Plot, einen diabolischen Verbrecher, das letzte große Geheimnis, völlige unerwartete Wendungen, dunkle Kammern, Tempel und Tunnel, und mixt diese Zutaten derart fulminant zusammen, dass man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Ein weiterer gelungener Thriller um den Helden Robert Langdon.
  19. “Der Augensammler” von Sebastian Fitzek
    Alexander Zorbach, Ex-Polizist und jetzt Journalist, jagt dem Augensammler: Der tötet Mütter, entführt die Kinder und gibt den Ermittlern die Chance, in etwas mehr als 45 Stunden seine Opfer zu finden, bevor er diesen ein Auge entfernt. Eine blinde Physiotherapeutin taucht auf und behauptet, den Augensammler in Behandlung (und dabei Visionen) gehabt zu haben. Und als Zorbach selbst zum Hauptverdächtigen wird, beginnt ein Spiel um Leben, Tod und die Zeit. Fitzek-Fans wissen: Seine Bücher machen süchtig!
  20. “Die Reinheit des Todes” von Vincent Kliesch
    Ein Serienmörder treibt in Berlin sein Unwesen. Sein drittes Opfer, eine ältere Dame, wird in einem weißen Leinenhemd aufgebahrt auf ihrem Esstisch gefunden. Die Wohnung ist klinisch rein geputzt – ein Albtraum für jede Spurensicherung. Die letzte Hoffnung des LKA, den »Putzteufel-Mörder« zu finden, ruhen auf Julius Kern. Schon einmal konnte er einen grausamen Massenmörder fassen. Doch Kern ist daran fast zerbrochen. Während er nur langsam zu seiner alten Form zurückfindet, hat sein Gegner bereits das nächste Opfer im Visier … Ein fulminantes Thriller-Debüt!
  21. “Voyeur” von Simon Beckett
    Das Buch verkauft sich durch den Namen des Autors, ist aber eher mittelmäßig. Nachdem Beckett so großen Erfolg hat, wird jetzt versucht, sein Archivmaterial zu recyceln – Voyeur war sein Erstling. Lohnt sich aber eigentlich nicht, denn seine Klasse erreichte Beckett erst später. Interessant für Simon-Beckett-Fans, die seinen Erstling kennenlernen wollen. Für alle anderen gibt es bessere Bücher.
  22. “Todesspiele” von Karen Rose
    Todesspiele von Karen Rose ist ein raffinierter Thriller – gerade auch deshalb, weil er die Grenze zwischen Opfer und Ermittlerin auf eine Atem beraubende Art und Weise verwischt. Dadurch, dass die Hauptperson gezwungen ist, auch in ihrem eigenen Fall zu ermitteln, steigt die Spannung fast ins Uferlose. Auch wegen seiner detaillierten Beschreibungen ist Todesspiele nichts für schwache Nerven. Wer sich aber auf das Buch einlässt, wird mit stundenlangem Gruseln belohnt.
  23. “Mordsfreunde” von Nele Neuhaus
    Ein Tierpfleger des Zoos im Taunus macht eine grausige Entdeckung: im Elefantengehege liegt eine menschliche Hand. Die dazu gehörige Leiche wird in einer frisch gemähten Wiese gegenüber dem Zoogelände. Der Tote war der Biologielehrer und radikalen Umweltaktivisten Hans-Ulrich Pauly, der wegen seines Charismas von vielen Schülern glühend verehrt wurde – und von einigen Einwohnern der Stadt ebenso sehr gehasst. Doch liegt hier das Motiv für einen Mord?
    Die Hintergrundproblematik des geplanten Ausbaus der B8-Westumgehung ist gut recherchiert und schlüssig ins fiktive Geschehen eingebaut. Die Charaktere mit ihren Schrulligkeiten sind hervorragend eingefangen, das Lokalkolorit ist das Sahnehäubchen für Ortskundige. Ein Muss für Fans von Krimis, die “fast vor der eigenen Haustür” spielen!
  24. “Die Nürburg-Papiere”: Kriminalroman aus der Eifel von Jacques Berndorf
    Ein neuer Krimi aus der Baumeister-Reihe, bei dem man sich gleich in das nasskalte, windige Novemberwetter in der Eifel versetzt fühlt. Die Krimi-Handlung spielt vor dem Hintergrund einer Millioneninvestition am Nürburgring, die nicht zum erhofften wirtschaftlichen Aufschwung der Region führt, sondern nur zu einem dickeren Portemonaie der Geschäftsführer und Berater der Betreibergesellschaft. Eben dieser Geschäftsführer wird von Kugeln durchsiebt tot in einem Waldstück gefunden. Er bleibt nicht das einzige Opfer. Baumeister ermittelt auf eigene Faust und deckt Unglaubliches auf. Die Eifelkrimis werden immer beliebter!
  25. “Wenn die Wahrheit stirbt” von Deborah Crombie
    Crombies neuer Krimi spielt in der Gegend um die Londoner Brick Lane, wo Migranten aus Bangladesch wohnen. Spannung, Lokalkolorit, viel Gefühl, einer der besten Crombie-Krimis. Und angenehmerweise verzichtet Crombie auf grausige Schilderungen. Man muss sich ja von einem Krimi nicht die Teatime versauen lassen 😉

Soweit die aktuellen Bestseller Krimis und Thriller – was meint ihr: Verdiente Bestseller? Welche Krimis und Thriller sind eure persönlichen Favoriten?