“Don’t judge a book by its cover” – oder vielleicht doch? In der Buchhandlung fallen mir manche Bücher wegen ihrer schönen Cover ins Auge. Andere lasse ich unbeachtet, weil das Cover mir zu signalisieren scheint: Das ist nicht die Sorte Buch, die Du gern liest. Bei wieder anderen Bücher frage ich mich nach dem Lesen, warum wohl gerade dieses Cover ausgewählt wurde. Das ging Euch sicherlich auch schon so. Und deshalb habe ich beschlossen, einmal nachzufragen, und zwar bei den Expert_innen: Vier Buchgestalter_innen habe ich ein paar Interviewfragen geschickt; nämlich Prof. Uwe Göbel, Ulrike Linnenbrink, Rainer Osinger und Ann Katrin Siedenburg. Und sie waren so freundlich, mir auf meine Fragen zu antworten:

1. Buchcover gestalten, das klingt für viele Buchliebhaber nach einem schönen Beruf. Wie kommt man dazu und wie sieht der Berufsalltag aus?

Prof. Uwe Göbel: Es ist ein schöner Beruf.
Man liest gerne und liebt Bücher in allen Formen.
Man hat bei Willi Fleckhaus studiert.
Der Berufsalltag kann so phantastisch inspirierend sein und so nervig und anstrengend wie jeder andere Berufsalltag auch.

Ulrike Linnenbrink: Stimmt genau, das ist ein schöner Beruf. Jedenfalls empfindet man es so, wenn man – wie ich – große Freude an bildnerischer Gestaltung und an einem ansprechenden Gesamt-Layout hat.
Schon immer haben Bilder mich sehr angesprochen, nicht zuletzt deshalb habe ich u.a. auch Kunst (fürs Lehramt) studiert.
Mit dem Einzug eines Computers, damit auch Grafik-Programmen an meinem Arbeitsplatz (vor vielen Jahren) kam noch hinzu, dass es mich sehr fesselte, auch mit diesen Programmen alles mögliche auszuprobieren. Es faszinierte mich, was man auf diese Weise ohne Pinsel und Stift schaffen kann. Das mögliche Spektrum für künstlerische Gestaltung wurde für mich erheblich erweitert, was ich sehr, sehr schön fand.

Irgendwann begann ich dann, für befreundete Autoren Cover zu gestalten.

Ulrike Linnenbrink

Da ich selbst auch Bücher geschrieben habe, lag irgendwann mein Augenmerk sehr stark auf der Art wie Buchcover gestaltet wurden, wie die einzelnen Elemente angeordnet waren, welche Schriften gewählt wurden, wie das Gesamtbild auf mich wirkte. Und da mir nicht immer gefiel, was die Verlage sich für meine Bücher ausgedacht hatten, habe ich nach den entsprechenden Veröffentlichungen immer auch schon selbst noch einmal an meinem neuen “Zaubergerät” ein wenig herumprobiert. Wollte einfach sehen, wie man es eventuell besser machen könnte.

Irgendwann begann ich dann, für befreundete Autoren, die keinen Verlag für ihr Werk gefunden hatten und bei einem der frisch aus dem Boden sprießenden Printing-on-Demand-Anbietern (wie z.B. BoD) veröffentlichen wollten, Cover zu gestalten. Diese Beschäftigung gefiel mir so gut und kam auch so gut an, dass ich mir nach einer Menge Übung dachte, das könnte ich nun eigentlich auch professionell machen, denn das kann ich nun.

Rainer Osinger: Ja, dass ist in der Tat ein schöner Beruf, doch leider wird die künstlerische und kreative Leistung hier nicht immer angemessen honoriert.
Vor allem ins illustrierte Cover fließt oft sehr viel Zeit die von Verlagen kaum ein mal ganz bezahlt wird. (Man darf hier halt nicht immer den Stundenaufwand mit zählen :-))
Ich arbeite als Illustrator und Grafiker für unterschiedlichste Verlage, auf diese Weise kam ich auch zur Gestaltung von Buchcovers und auch zum Illustrieren ganzer Bücher und Kinderbücher….

Leider wird die künstlerische und kreative Leistung nicht immer angemessen honoriert.

Rainer Osinger

Ann Katrin Siedenburg: Ich habe schon immer viel gelesen und mich für Bücher interessiert. Während meines Studiums des Kommunikationsdesign an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee habe ich bereits begonnen, mich auf Buchgestaltung zu spezialisieren. Nach dem Diplom habe ich mich direkt selbständig gemacht. Es hat sich durch meine spezielle Ausrichtung schnell ergeben, dass ich regelmäßig für einen Verlag arbeiten konnte. Das war ein großes Glück und ein guter Einstieg. Jetzt – ca. 5 Jahre später – ist es nicht mehr nur ein Verlag, es sind viele, mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten. Neben dem Coverdesign entwerfe ich komplette Buchinhalte oder entwickle Reihenkonzepte. Ich habe bereits Cover und Bücher der unterschiedlichsten Genres gestaltet: Romane, Biografien, Bildbände, Reiseführer oder auch wissenschaftliche Bücher.

Während meines Studiums des Kommunikationsdesign an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee habe ich bereits begonnen, mich auf Buchgestaltung zu spezialisieren.

Ann Katrin Siedenburg

Mein Berufsalltag ist geprägt von einer engen Zusammenarbeit mit Verlagen oder Autoren einerseits und mit Druckereien sowie der Weiterverarbeitung (Buchbinder etc.) andererseits. Es ist sehr interessant und macht Spaß, immer wieder mit neuen Aufträgen in neue (Buch-)Welten einzutauchen und diese visuell umzusetzen. Ich versuche, wenn möglich, die Texte auch wirklich zu lesen. Manchmal sind sie noch gar nicht fertig, wenn ich am Coverentwurf arbeite. Oft habe ich knappe Zeitpläne. Besonders im Sommer, in Vorbereitung auf die Frankfurter Buchmesse, drängen sich die Termine und viele Aufträge müssen parallel ablaufen.

2. Worauf kommt es bei der Gestaltung eines Buchcovers besonders an?

Prof. Uwe Göbel: Vom Inhalt heraus die Form entwickeln. Auf einer kleinen Fläche ein großes Plakat machen.
Immer wieder neu Typografie und Bild so spannend zu kombinieren, dass es Aufmerksamkeit erregt.
Dass man das Erscheinungsbild des Verlages im Auge behält. Dass man den Buchmarkt im Blick hat.
Dass man in der Lage ist und den Mut hat, innovativ zu arbeiten, obwohl das nicht ankommt, aber immer gewünscht wird.

Vom Inhalt heraus die Form zu entwickeln. Auf einer kleinen Fläche ein großes Plakat zu machen.

Prof. Uwe Göbel

Ulrike Linnenbrink: Ich gehe zunächst einmal mit Gefühl an meine Arbeit heran – mit dem Gefühl einer Person, die selbst auch Bücher kauft. Für mich gibt es da keine “festen Regeln”, weil jedes Buch anders ist.
Ein Cover sollte im besten Fall zum Kauf eines Buches verführen und – so weit möglich – zum Inhalt passen. Ein Hintergrundbild sollte z.B. nicht zu unruhig sein, damit Schrift gut zu platzieren ist, und es sollte – zumindest in vager Andeutung, schon von außen etwas über das Innen erzählen.

Das ist natürlich auch eine Frage des persönlichen Geschmacks und kann von daher eigentlich nicht verallgemeinert werden. Manche lieben es minimalistisch und zurückhaltend, andere eher plakativ. Ich gehe an jedes Cover-Projekt in enger Zusammenarbeit mit Autor oder Verlag heran, und wir klären gemeinsam, welche Vorstellungen bestehen. Da der Kunde bei mir König ist, kommen da manchmal natürlich auch Sachen heraus, die ich nach meinem persönlichen Geschmack ganz anders gemacht hätte.

Ich gehe zunächst einmal mit Gefühl an meine Arbeit heran – mit dem Gefühl einer Person, die selbst auch Bücher kauft.

Ulrike Linnenbrink

Rainer Osinger: Muss plakativ sein, ein dominierendes Element haben, schnell erfassbar und auch einen guten Wiedererkennungswert haben. Weiters soll auch die Schrift gut lesbar sein. Der Titel ist natürlich auch nicht zu unterschätzen.

Ann Katrin Siedenburg: Ein Buchcover sollte wie ein visuelles Kürzel des Inhalts des Buches sein. Ich versuche aber, neben dem Inhaltlichen auch immer den individuellen Stil des Textes, die Stimmung zwischen den Zeilen umzusetzen: am besten mit einer prägnanten Bildidee und dazu passender, detailliert ausgearbeiteter Typografie.

Das Cover ist ein Versprechen an den Leser, dass die Lektüre sich lohnen wird. Idealerweise macht es gespannt auf den Inhalt, ohne zu viel zu verraten.
Wichtig ist auch die Einordnung ins Genre oder in andere Zusammenhänge. Es kann vorteilhaft sein, sich an gängige Gestaltungsprinzipien zu halten, um das Buch auf dem Buchmarkt sinnvoll zu platzieren. Aber oft ist es auch sehr gut, neue Wege zu gehen, durch die das Cover positiv aus dem Rahmen fällt.

Ein Buchcover sollte wie ein visuelles Kürzel des Inhalts des Buches sein.

Ann Katrin Siedenburg

3. Wie wichtig ist das Cover für den Erfolg eines Buchs?

Prof. Uwe Göbel: Sehr wichtig. Der Buchkörper mit Titel und Rücktitel (U4) mit seinem möglichst gutem Fangtext bestimmt den ersten Eindruck am POS und kann Kaufimpulse auslösen.
Es gibt kein Rezept für ein erfolgreiches Cover. Es gibt höchste Auflagen mit belanglosen Covern und es gibt Bestseller mit recht ordentlichen Covern. Leider werden meistens die belanglosen Cover kopiert um an einen Bestsellererfolg anzuknüpfen.

Es gibt kein Rezept für ein erfolgreiches Cover.

Prof. Uwe Göbel

Ulrike Linnenbrink: Sehr wichtig, es ist eine der Marketing-Möglichkeiten für ein Buch.
Ich frage mich: Was würde mich selbst zum Kauf verführen? Stelle mir vor, ich sei selbst auf der Suche nach einem Buch und liefe durch einen Buchladen, sähe mir die Auslagen auf den Tischen dort an. Oder ich blätterte mich durch den Katalog einer Online-Buchhandlung.
Was spräche mich aus der Vielzahl direkt an? Etwas Plakatives mit riesigen Buchstaben auf möglichst ruhigem, u.U. einfarbigem Grund wie vor Jahren schon die meisten Simmel-Bücher? Wäre es dabei auch die Schriftart, oder die Farbe der Schrift?
Oder würde mich ein Bild auf einem Cover besonders ansprechen, weil es mir rein optisch gefällt? Ein schönes Foto oder eine Zeichnung? Ganz abgesehen von den Inhalten, die ich suche: Nach welchem Buch würde ich einfach mal spontan greifen und mir das Cover intensiver anschauen?

Ich frage mich: Was würde mich selbst zum Kauf verführen?

Ulrike Linnenbrink

Rainer Osinger: Sehr sehr wichtig!!!! Es ist das Werbeplakat zum Buch!!!! Kann ich nicht genug betonen! Mit einer guten Werbung funktioniert die Vermarktung dann immer!

Ann Katrin Siedenburg: Aus meiner Sicht ist es sehr wichtig. Das Cover ist ja auch eine Art Werbeplakat für das Buch. Ein tolles Cover kann einem “schlechten” Buch zu Aufmerksamkeit und Erfolg verhelfen. Ebenso kann ein zu unauffälliges, unpassendes oder unprofessionell wirkendes Cover einem lesenswerten Buch zum Nachteil gereichen. Eine Ausnahme stellen vielleicht Neuauflagen von Bestsellern oder von bekannten Klassikern dar. Hier ist die Qualität des Inhalts bekannt und der Werbeaspekt des Covers steht nicht mehr so sehr im Vordergrund. Aber ein gut gestaltetes neues Cover ist auch in solchen Fällen sicher nicht hinderlich und kann z.B. “alte Schinken” für Leser von heute wieder interessant machen.

Das Cover ist eine Art Werbeplakat für das Buch.

Ann Katrin Siedenburg

4. Gibt es Trends in der Cover-Gestaltung?

Prof. Uwe Göbel: Haupttrend übergreifend und generell: Mittelmäßigkeit – Oberflächlichkeit – Massengeschmack.
Immer mal wieder kleinere und sich dann auch wiederholende Trends wie z.B. Leuchtfarbenoptik, Kalligraphisches, Nostalgisches, “Ich-bin-eine-Frauenbuchoptik” und “Ich bin eine lustig Optik – Kauf mich” etc.

Ulrike Linnenbrink: Sicher, die Geschmäcker verändern sich – wie auch allgemein in der Werbung und im Leben.
Dabei kommt es auch darauf an, um welches Genre es sich handelt.

Rainer Osinger: Ja, heute wird viel mit Photoshop Effekten gearbeitet. Das illustrierte Buchcover ist auch wieder mehr im Kommen.

Ann Katrin Siedenburg: Ja, auf jeden Fall. Es gibt natürlich Trends im Grafikdesign allgemein, die sich in der Buchgestaltung niederschlagen. Außerdem spielen Entwicklungen in der Technik, also bei der Grafiksoftware und in der Druckindustrie eine Rolle. Aufwändige Drucktechniken sind in den letzten Jahren kostengünstiger geworden, was z.B. zu einem Trend von Covern mit partiellem Glanzlack geführt hat. Ein anderes Phänomen sind die Vielzahl an günstigen Online-Bildbanken. Die meisten Buchcover sind heutzutage mit formatfüllenden Fotos bestückt und wirken dadurch oft austauschbar. Ein Gegentrend dazu ist seit einiger Zeit der vermehrte Einsatz von Illustrationen oder handgemacht wirkenden Effekten.
Außerdem können auch Bestseller-Cover Trends setzen. Andere Verlage versuchen dann, auf den Zug aufzuspringen und lassen ähnliche Cover entwickeln, damit der Käufer diese positiv mit den bekannten Titeln assoziiert.

Ein Gegentrend ist seit einiger Zeit der vermehrte Einsatz von Illustrationen oder handgemacht wirkenden Effekten.

Ann Katrin Siedenburg

Für mich selbst ist der Ausgangspunkt immer zuerst der Inhalt des einzelnen Buches, aus dem ich das Gestaltungskonzept zusammen mit den Vorstellungen des Kunden entwickle. Von Trends kann und will ich mich aber natürlich auch nicht ganz frei machen. Ich besuche gern die beiden Buchmessen in Leipzig und Frankfurt und lasse mich dort inspirieren.

5. Wer entscheidet am Ende darüber, welcher Entwurf genommen wird?

Prof. Uwe Göbel: Der Verleger (seine Frau). Die Putzfrau, die demokratische Mehrheit, Vertriebs- und Marketingleiter und der Cheflektor seines Verlages, auch die einzelnen Buchhandelsvertreter reden ein wichtiges Wort mit. – Der Covergestalter (äußerst selten).

Ulrike Linnenbrink: In meinem Fall meine Auftraggeber: Autoren und Verlage.
Falls – nach meinem eigenen Geschmack – eine andere der von mir vorgestellten Varianten jedoch sehr viel ansprechender und wirkungsvoller wäre, lässt man sich zuweilen auch von mir beeinflussen und ist am Ende meist froh darüber.

Rainer Osinger: Meist der Verlag, ein wenig auch der Autor.

Ann Katrin Siedenburg: In der Regel entscheidet vorrangig der Verlag. Wieviel Mitspracherecht der Autor hat, ist unterschiedlich. In den meisten Fällen ist seine Meinung wichtig. Nicht zu unterschätzen sind außerdem die Verlagsvertreter, die die neuen Bücher für die Verlage in die Buchhandlungen bringen. Sie kennen die Vorlieben der Buchhändler, die wiederum wissen, was Ihre Leser kaufen. Es gibt also relativ viele Meinungen, die zusammenkommen, um eine Entscheidung herbeizuführen. Das macht es nicht immer einfach. Daher muß man als Gestalter im Laufe der Projekte oft viel Überzeugungsarbeit leisten und immer wieder flexibel und erfinderisch sein. Es gibt Bücher, bei denen man schnell auf einen Nenner kommt, bei anderen ist es ein längerer Prozess.

Man muß als Gestalter im Laufe der Projekte oft viel Überzeugungsarbeit leisten und immer wieder flexibel und erfinderisch sein.

Ann Katrin Siedenburg

6. Nennen Sie ein Buchcover, das Sie besonders gelungen finden und das nicht von Ihnen ist!

Prof. Uwe Göbel: Die 3-4 Cover im Jahr die raffiniert und exzellent gestaltet sind, haben keine Lobby, keine Hitparade und keine Presse. Sie werden auch nicht kopiert, weil es Ausnahmeerscheinungen sind. Sie werden eigentlich gar nicht wahrgenommen, so als hätten sie sich ohne Einladung auf eine Party eingeschlichen. Trotzdem bin ich froh, dass es sie noch gibt und ich hoffe noch lange.

Buchcover: 'Die Vase'Ulrike Linnenbrink: Kann ich so grundsätzlich gar nicht sagen. Manchmal finde ich heute etwas besonders schön, was morgen in meiner “Bestenliste” schon wieder weiter unten rangiert.
Vielleicht nur so viel:
Vor längerer Zeit fand ich das Cover von Die Vase – Monika Helmecke (Fischer) mal sehr schön.

Schlicht, nicht so knallig in den Farben, reduziert aufs Wesentliche und nicht zu symmetrisch.

Kürzlich war es Das Böse in uns – Cody McFadyan (Lübbe), was mir recht gut gefiel.

Sehr plakativ, auffällig. Besonders die gebrochene Schrift und die Farbe von “BÖSE” gefiel mir. Gebrochene Schriften mag ich momentan sehr.

Aber – wie gesagt, das kann sich bei mir sehr rasch auch wieder ändern.

Rainer Osinger: “Eragon” (Christopher Paolini) oder “Die Hütte” (William Paul Young)

Ann Katrin Siedenburg: Das ist eine schwierige Frage. Auf eines möchte ich mich da nicht festlegen.
Der britische Verlag “Penguin Books”, Vorreiter des Taschenbuchs, bringt seit Jahrzehnten sehr schönes Coverdesign auf auf den Markt. Viele aktuelle Cover sind vom Londoner Designer David Pearson gestaltet, z.B. die der Reihen “Great Ideas” oder “Great Journeys”, außerdem die Umschläge vieler Einzeltitel.
Bei uns in Deutschland gibt es den kleinen Verlag “kookbooks”, dessen Cover und Buchgestaltung für mich ein besonderes Highlight sind.
Ansonsten bin ich ein großer Fan alter Krimi-Buchcover der 1950er bis 1970er Jahre, z.B. vom “Scherz Verlag” mit den dramatischen rot-schwarzen Fotos und den senkrechten Streifen an der Seite. Diese Bücher gibt es heute zum Glück noch viel auf Flohmärkten. Im Rahmen meines Diplomprojekts habe ich mir davon eine kleine Sammlung angelegt.

Die Buchgestalter_innen:

Uwe Göbel ist Professor für Visuelle Kommunikation an der FH Bielefeld. Covergestaltung allgemein und Buchcovergestaltung im Besonderen ist ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit in Lehre und Forschung. Als freier Gestalter hat er bereits über 2578 Buchcover gestaltet und darin gut 35 Buchreihenkonzepte entwickelt. Pro Jahr arbeitet er an etwa 40-50 Buchcovern.

Ulrike Linnenbrink gestaltet seit Jahren Buch- und E-Book-Cover: UlinneDesign. Sie hat selbst mehrere Bücher geschrieben und schreibt mehrere Blogs, darunter auch Literatur fast pur mit vielen Buch-Rezensionen.

Rainer Osinger arbeitet selbständig als Plakat-, Buch- und Medienillustrator, Kommunikationsdesigner – Grafikdesigner, Karikaturist und bildender Künstler in St.Veit in Österreich: rmo-grafik. Er ist Autor und Illustrator des Kinderbuchs Der glückliche Wehamili.

Ann Katrin Siedenburg ist als selbständige Designerin in Berlin mit den Schwerpunkten Buchgestaltung und Corporate Design tätig: katigraphie. Darüber hinaus hält sie Vorträge über Grafikdesign u.a. an der Beuth-Hochschule Berlin.

Ich bedanke mich herzlich für die Interviews!