Bereits jetzt wird die Frankfurter Buchmesse intensiv vorbereitet; vom 15. bis 19. Oktober 2008 treffen sich in Frankfurt/Main wieder Verleger, Autoren, Journalisten, Lektoren und viele Literatur-Interessierte.

Die wichtigsten Informationen in Kürze:

  • Die vielfältigen Themenschwerpunkte reichen von Kinder- und Jugendbüchern über Hörbücher bis hin zum elektronischen Publizieren und dem Übersetzer-Zentrum. Seit 2006 gibt es auch den Themenschwerpunkt Zukunft Bildung, der Trends und Entwicklungen aus einem immer wichtiger werdenden Bereich aufzeigt.
  • Gastland ist die Türkei. Und es werden nicht nur Bücher, sondern auch türkischer Filme und Comics vorgestellt, es gibt Diskussionen und wissenschaftliche Konferenzen. Unter anderem wird der türkische Nobelpreisträger Orhan Pamuk aus seinem neuen Roman „Das Museum der Unschuld“ lesen.
  • Weil den meisten Menschen zur Türkei nur Stereotypes aus den Schlagzeilen der Nachrichten und dem letzten Urlaub in Bodrum oder Antalya einfällt, hat die Stiftung Lesen die Leihausstellung “Türkische Bibliothek” zusammengestellt. Ergänzend läuft ein Schulprojekt zum Thema.
  • Für Buchhandlungen gibt es einen Schaufensterwettbewerb: Wer zwischen dem 19. September und dem 19. Oktober 2008 mindestens zwei Wochen lang einen Teil der Schaufensterfläche Büchern türkischer Autoren oder Titeln über die Türkei widmet, hat die Chance, eine von zwei Reisen in die Türkei zu gewinnen.

    Mit einem Blog gibt es vermutlich keinen Blumentopf zu gewinnen, aber da ich einige sehr gute türkische Bücher kenne, werde ich vielleicht trotzdem eine kleine Serie dazu starten. Vielleicht ist es auch ein interessantes Thema für eine Blog-Parade?

  • Autoren haben es in der Türkei nicht einfach: zehn türkische Autoren waren in jüngster Zeit Morddrohungen ausgesetzt, unter ihnen auch Orhan Pamuk. Etwa 230 Bücher sind in der Türkei verboten, und gegen mehrere Autoren und Verlage wurden Gerichtsverfahren eingeleitet. Der besonders problematische Artikel 301 des türkischen Strafgesetzbuches, der die Meinungsfreiheit in Bezug auf das “Türkentum” einschränkte, wurde inzwischen abgeschwächt. Mittels dieses Paragrafen wurden unter anderem die Rechtsanwältin und Menschenrechtlerin Eren Keskin, der später ermordete armenische Journalist Hrant Dink sowie dessen Bruder verurteilt – zu Haftstrafen von bis zu einem Jahr.
  • Die FAZ wird eine Gratis-Zeitung für Messebesucher auflegen. Sie soll an allen fünf Messetagen in einer Auflage von je 25.000 Exemplaren erscheinen und das aktuelle Messegeschehen auf 24 Seiten im Tabloid-Format “niveauvoll, spannend und kurzweilig” unter die Lupe nehmen. Zusätzlich erscheint zum Messeauftakt wie bisher die FAZ-Literaturbeilage.